Beschaffung
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Die öffentliche Hand ist selbst ein bedeutender Verbraucher, der über große Kaufkraft verfügt. Laut Europäischer Kommission (2004) wendet sie jährlich rund 1,5 Billionen Euro für die Beschaffung auf, was etwa 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU entspricht. Indem Kommunen sich für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen entscheiden, tragen sie wesentlich zum Klimaschutz bei, unterstützen nachhaltige Wirtschaftsbranchen und bieten Anreize für die Industrie, umweltfreundliche Technologien
zu entwickeln. Wenn alle staatlichen Stellen in der Europäischen Union auf Ökostrom umstellen würden, könnten 18 Prozent der Kyoto-Verpflichtungen der EU bis 2012 erfüllt werden (EU Kommission, 2004).
Zusätzlich dient umweltfreundliche Beschaffung der Glaubwürdigkeit einer Kommune, die versucht, das Handeln anderer Akteure im Sinne des Klimaschutzes positiv zu beeinflussen. Durch bedachten Einkauf können Material und Energie gespart, Abfall und Luftverschmutzung reduziert und nachhaltige Verhaltensmuster gefördert werden.
- umweltfreundliche Dienstfahrzeuge
- energieeffiziente Elektrogeräte
- Büroausstattung mit Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung
- Verzicht auf Tropenholz aus Raubbau
- Recycling-Papier in Druckern
- Ökologische und faire Produkte in Kantinen
- Moderne Umweltstandards für Heizungs- und Klimaanlagen
- Bezug von Ökostrom
Umweltorientierte Beschaffung! Ein Handbuch für ein umweltorientiertes öffentliches Beschaffungswesen,
pdf 567 KB
Handreichung zur fairen und umweltfreundlichen Beschaffung,
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